Beim Handmelken
22 Jahre lang wurde auf Munt la Reita von Hand gemolken, völlig unabhängig von Agregaten und Fremd-Energie bis im Jahre 2009 im Rahmen des Generationen- wechsels die Umstellung auf Maschinenmelken stattfand.  

Von der Wiese zum Käse

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Bergkäse Munt la Reita

Käsekeller Munt la Reita Käsekeller Munt la Reita
Auf dem Bio-Bergbauernhof Munt la Reita fressen die Kühe eine natürliche Vielfalt an gesunden Gräsern und Berg-Kräutern. Die gehaltvolle Milch wird täglich frisch und unter grösster Sorgfalt in der kleinen Sennerei  zum einzigartigen Käse verarbeitet; einem halbharten Vollfett-Käse, ähnlich dem Formagella - eine Tessiner-Spezialität. Die Käselaibe wiegen ca. 1kg, die Reifezeit im Natursteinkeller beträgt bei täglicher Pflege 2-3 Monate.

Alpkäse Magnello

Alpkäse Magnello Alpkäse Magnello
Während der jährlichen Alpzeit von knapp 3 Monaten (ca. 20. Juni bis Mitte Sept.) wird auf der "Alpe Magnello" die Milch der Kühe in einer 1997 neu erbauten Alphütte verkäst. Die Käse werden zur Reifung täglich auf den Hof getragen, wo sie im dortigen Käsekeller gepflegt werden und ausreifen.

Die Entdeckung des Käses

Die Spuren reichen zurück bis zu den Nomaden im Orient. Diese benutzten vor der Steinzeit, also ca. 5‘000 Jahre vor Christus, Tiermägen von Ziegen, Schafen und Rindern zum Transportieren von Milch. Die Enzyme aus der Magenhaut haben die Milch zum Gerinnen gebracht. Nach der Entnahme dieser Gallerte lief Flüssigkeit als Sirte weg. Es blieben vorwiegend die festen und wertvollen Milchbestandteile, Eiweiss und Fett zurück. Das dürfte der Ursprung von „Frischkäse“ sein. Die Bakterien zur Vergärung des Milchzuckers waren damals dem Zufall überlassen. Somit resultierte nicht immer ein bekömmliches Lebensmittel, wohl ab und zu eher ein Abführmittel…!

Wie aus Gras Milch wird

Kuh beim grasen Kuh beim grasen
Wird ein Rind trächtig, so gelangen vom Geschlechtsapparat spezielle Stoffe ins Hirn. Dieses regt mit Hilfe von Hormonen die Ausbildung des Euters zur funktionstüchtigen Milchdrüse an. Vom Verdauungsapparat werden die Nährstoffe (= Ausgangsstoffe für die Milch) durch das Blut ins Euter transportiert. Hier erfolgt deren Umwandlung in Milch. Damit 1 Liter Milch entstehen kann, muss das Drüsengewebe von 500 Litern Blut durchströmt werden.
Melken mit der Maschine Melken mit der Maschine
Die Milch entsteht in den Bläschen des Drüsengewebes. In den Milchbildungszellen vollzieht sich die eigentliche Bildung der Milch. Gewisse Stoffe im Blut treten durch die Zellwände in die Milchbildungszellen, wo sie in Milch umgewandelt und abgemolken werden.

Wie aus Milch Käse wird

Beim Käsen Beim Käsen
Es ist kein Zufall, dass die Käseherstellung in Mittel-europa auf den Alpen begonnen hat. Grosse saftige Weiden ermöglichten schon vor Jahrhunderten die Haltung von grösseren Kuhherden. Dem reichlichen Milchanfall standen die Konsumenten im Tal und Städte entgegen. Doch die Entfernungen waren gross. Also waren die Sennen gefordert, aus der rasch verderblichen Rohmilch ein lager- und transportfähiges „Milchkonzentrat“ zu gewinnen. Was die Nomaden dem Zufall überlassen mussten, wird heute mit viel Fachwissen, Erfahrung und strenger Hygiene, täglich zu einem natürlichen Grundnahrungsmittel. Die Gerinnung der Milch zu einer schnittfesten Masse, der sog. Gallerte, erfolgt durch Enzyme aus Kalbermägen. Durch Zerschneiden der geronnenen Milch trennen sich die Bruchkörner von der Flüssigkeit, der Sirte. Dieser Vorgang ermöglicht die Anreicherung der Milchhauptbestandteile Eiweiss, Fett und Kalzium. Der Milchzucker, die Laktose, wird von sorgfältig ausgewählten Bakterien, unter Einhaltung der idealen Temperatur, vergoren zu Milchsäure. Diese macht den Käse zusätzlich besser lagerfähig und ermöglicht die gewünschte Reifung von mehreren Wochen bis Monate. Unsere Älpler pflegen diese Tradition noch heute mit grosser Hingabe und Zuverlässigkeit. Unser Käse zählt seit Generationen, nebst Uhren und Schokolade weltweit zu den bekanntesten Qualitätsprodukten der Schweiz.
Enkelkinder beim  Käse verpacken Enkelkinder beim Käse verpacken
Käse-Versand

Monatlich wird der Munt la Reita Berg- und Alp-Käse per Post an private Haushalte, sowie an einige Bio-Läden, Restaurants und Hotels versandt.                   
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