Aufbau der Siedlung

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Grundgedanke

Standort Munt la Reita zu Beginn
Standort Munt la Reita zu Beginn
Die Idee:
Die Bergregionen  pflegen und  erhalten.

Die Lebensqualität in den Bergregionen hängt wesentlich von der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung ab. Würden die Bergwiesen nicht mehr gepflegt, wäre auch der Tourismus, der einerseits zu einer wichtigen Einnahmequelle der Bergbevölkerung und andererseits eine nicht mehr wegzudenkende Institution für Erholungssuchende geworden ist, schlicht weg nicht möglich. Es geht bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung weit mehr als nur um die Ästhetik des Landschaftsbildes; es geht vorallem auch darum, dass durch die Pflege Negativ-Entwicklungen, wie etwa der Verwaldung, der Verarmung der Flora und Fauna, Erosionen, Lawinen- und Mur-Niedergänge etc. entgegengewirkt werden kann, mit dem Ziel, diese zu verhindern.

Die Motivation

Wie kaum in einem anderen Land in Europa, spielen die Bergregionen in der Schweiz eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weil wir der Ansicht sind, dass diesem Umstand im allgemeinen zu wenig Rechnung getragen wird, entschlossen wir uns, einen praxis-bezogenen Beitrag zu leisten in Form einer Zuwanderung als Kontrapunkt zur Abwanderung, die seit Jahrzehnten das bergbäuerliche Dasein schmälert. Die Bergregionen landwirtschaftlich zu pflegen heisst letztendlich auch ein Teil des Markenzeichens Schweiz zu erhalten.

Stand heute

Munt la Reita
Der Aufbau geht auch heute noch kontinuierlich voran, wenn auch mehr in Richtung Optimierungen.

Bis 1997

Maiensäss-Stallung Maiensäss-Stallung "Curt Növ"
Bis 1997 dauerte der Aufbau der eigentlichen Infrastruktur. Nebst den oben bereits erwähnten Gebäuden wurden noch weitere  erstellt, wie etwa der Maiensäss-, der Schaf- und der Pferde-Stall, diverse Unterstände für Brennholz, Fahrzeuge, ein Turbinen-Häuschen etc., sowie die neue Alphütte.

1993

Wohnhausbau Wohnhausbau
1993 folgte dann endlich das ersehnte Wohnhaus; auch wieder ohne irgendwelche Subventionen. Eine Hypothek und einige Privatdarlehen, die aufgrund der Medientätigkeit im Tages-Anzeiger, im Beobachter und Schweizer Fernsehen (zb Rundschaubericht vom 4. August 1987) zustande kamen, ermöglichten dieses Bauwerk, nebst natürlich enorm viel Eigenleistung. Eigentlich wurde nur die Stützmauer von einem Baugeschäft erstellt, alles andere wurde im Familienkreis und mit freiwilligen Helfern bewerkstelligt.

1992

Rohbau Kuh-Stall Rohbau Kuh-Stall
Nach langem hin und her und zähem Ringen mit den Behörden konnte 1992 mit kantonaler Unterstützung ein tiergerechter Stall für 12 Kühe, einige Rinder und Kälber der Braunvieh-Rasse erstellt werden. Der Bundes-Anteil wurde ausgerechnet in diesem Jahr gestrichen, da der Bundesrat sämtliche Subventions-Ausschüttung vor lauter EWR-Beitritts-"Gschtürm" gestoppt hatte.

1988

Rohbau Ökonomie-Gebäude Rohbau Ökonomie-Gebäude
1988 konnte das erste Gebäude, das wir heute Ökonomie-Gebäude nennen, wohlverstanden ohne staatliche Finanzhilfe, in Angriff genommen werden. In diesem Objekt befand sich alles, was es brauchte, um ganzjährig zu existieren und zu (land-)wirtschaften; "1-Zi-Wohnung", Stall für die Tiere, Heuraum, Käserei, Käsekeller, Werkstatt, Geräte-Unterstand: alles auf engstem Raum. 

Freiluftküche

Freiluftküche
Das erste provisorische Gebäude, das wir 1986 errichteten, war die inzwischen legendäre Freiluft-Küche, die zu einem Providurium wurde, denn auch heute spielt dieses Objekt nach wie vor eine zentrale Rolle, mindestens während der schneefreien Jahreszeit. 

Am Anfang

Zuzug mit Sack und Pack, Kind und Kegel Zuzug mit Sack und Pack, Kind und Kegel
Nach einer echten Lebensaufgabe suchend, entschlossen wir uns als 8-köpfige Familie, 1986 in der von der Abwanderung und Vergandung stark betroffenen Region oberes Rovana-Tal im Valle di Campo (Seitental des Maggiatals) ein Projekt auf 1430 müM zu lancieren, das als Basis die landwirtschaftliche Bewirtschaftung (von heute inzwischen rund 55 ha plus zusätzlicher Alp Magnello) beinhaltete.
Die erste Behausung Die erste Behausung
Ausser dem vernachlässigten Land und drei vom Verfall bedrohten, kleinen Rustico existierte nichts; auch keine Zufahrt, kein Wasser, kein Strom. Wie beginnen? Unsere erste "Infrastruktur" erinnerte an Berg-Indianer, hatten wir doch als provisorische Behausung zwei Tippis aufgestellt und begannen einen Garten zwecks Gemüse-Anbau anzulegen. Die Selbstversorgung, so weitmöglichst, war uns ein ernstes und erstes  Anliegen, das wir anstrebten.
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