Bewirtschaftung

dummy800-098800-030800-053800-073800-112800-136800-181800-alpkaesen

Über die Mechanisierung

Allzweck-Maschine Metrac Allzweck-Maschine Metrac
Ein Berglandwirtschafts-Betrieb, der in der heutigen Zeit überleben will, kommt nicht um eine gewisse Mechanisierung herum. Jeder Hof muss der Grösse des Betriebes und der Topographie ent-sprechend, die passenden Gerätschaften und Maschinen anschaffen, was sehr kostspielig ist, denn Maschinen für das Berggebiet sind im Vergleich zu Flachland-Maschinen enorm teuer, da nur kleine Serien hergestellt werden. Das Handhaben der Maschinen ist nicht ohne und will gelernt und in der Praxis erprobt sein, wie die eigene Erfahrung uns lehrte. Um aber die Maschinen richtig einsetzen zu können, sollten die zu bewirtschaftenden Flächen in einem dementsprechenden Zustand sein (siehe unten - Landsäuberung).
TP 67 im Einsatz TP 67 im Einsatz
Ein Milchwirtschaftsbetrieb, wie der unsrige, muss vorallem in den Bereichen Heu ernten, Gülle und Mist ausbringen, gut ausgerüstet sein. Auch für die Brennholzbeschaffung sind die entsprechenden Gerätschaften  vonnöten.

Landsäuberung

Beim Anbohren der Steine Beim Anbohren der Steine
Es ist kaum ein Jahr vergangen während des Aufbaus von Munt la Reita, und dieser dauert nun bereits 25 Jahre, in dem wir nicht Landsäuberungen vornahmen. In der Hauptsache sind es Steine, die aus dem Boden ragen, gleich Spitzen von Eisbergen, oder Steinhaufen, die in früheren Zeiten, in denen es noch keine Traktoren und Transporter gab, von Hand zusammengetragen wurden: manchmal alle paar Meter. Diese "Elemente" müssen entfernt werden, da sie sich sehr hinderlich und maschinen-verschleisserisch "gebärden". 

Trockenmauern

Eine der Trockenmauern Eine der Trockenmauern
Nach dem Freilegen grösserer Gesteinsbrocken werden in diese Löcher gebohrt und mit speziellen Keilsets gespalten, damit sie transportfähig werden. Sämtliche Natur- und Trockensteinmauern auf Munt la Reita sind mit solchen Gesteinsbrocken aus den Heuwiesen gebaut. Der unumstrittene Vorteil dieser Knochenarbeit ist das Gratis-Baumaterial, das überall vorhanden ist, nur muss es halt "geborgen" werden.

Wann wird was gemacht?

Beim Güllnen Beim Güllnen
Oder besser, wann muss was gemacht werden, denn es ist die Natur, die bestimmt, wann was ansteht.
- Im Frühjahr, sobald die letzten Schneeflecken geschmolzen sind, ist es an der Zeit, sämtliche Heuwiesen von den Spuren des Winters  (heruntergefallene Äste der Bäume, Steine, Maushaufen) zu säubern.
- Dann stehen im grossen Hausgarten die ersten Arbeiten an (herrichten der Beete, erste Saaten etc.).
- Das Güllnen, das im Frühjahr und im Herbst erfolgt, sollte wenn möglichst bei bedecktem Himmel oder bei Nieselregen an die Hand genommen werden.
- Auch wird der im Winter auf der Mistplatte angefallene Mist der Tiere im Frühjahr auf die verschiedenen Land-Parzellen gebracht und dort an Wälme gelegt, die dann im Herbst, vorverrottet mit dem Mistzetter versprazelt werden. So kann ihn der Boden schneller und besser aufnehmen.
 

Heuen

Heuermannschaft in Aktion Heuermannschaft in Aktion
Ab ca Mitte Juni geht es mit der grossen, 30 ha umfassenden Heuernte los, die nebst dem Einsatz von Maschinen, viel Handarbeit und helfende Hände benötigt. Vorallem das Herunterrechen von steilen Hängen ist leichter und beschwingter zu bewältigen, wenn ein ganzer Helfer-Trupp sich dieser Aufgabe annimmt. Man bedenke, dass Heu für 13 Kühe und alle anderen Tiere zusammengebracht werden muss für die Zeit von 8-9 Monaten, je nach Wetterverhältnisse. 

Alp-Zeit

Alp-Aufzug Alp-Aufzug
Etwas später, so ca um den 25. Juni, geht's dann mit den Kühen, Rindern und Kälber vom Maiensäss, wo die Tiere ca 3 Wochen geweidet haben, zur Alpe Magnello auf 1800 müM. Auch die Schweine werden hochgebracht, um die anfallende Schotte aus der Käseproduktion zu verwerten. Gekäst wird auf der Alp bis zum Alp-Abzug, so gegen Mitte September täglich. Anschliessend wird die Hofkäserei wieder in Betrieb genommen bis zur nächsten Alpzeit.

Im Winter

Beim Schneefräsen Beim Schneefräsen
Nach dem herbstlichen Mist-Ausbringen ist es wichtig, noch vor dem Winter, der mal früher, mal später einsetzt, das Brennholz unter Dach und Fach zu bringen. Im Winter selbst, sind es dann in Sachen Maschinen vorallem die Schneefräsen, die uns die Arbeit erleichtern, die weisse Pracht, die oft in rauhen Mengen vom Himmel fällt, zu beseitigen.
In allen noch offenen Zeitfenstern während des Jahres, egal welche Jahreszeit, ist bauen, umbauen, optimieren das Zauberwort, das die Siedlung Munt la Reita immer attraktiver macht, hoffentlich.
zurück                          nach oben